Tipps für ein gesundes Pausenfrühstück

veröffentlicht am 4. Januar 2016 in Magazin von

Nicht ohne Grund stellt laut Ernährungsexperten das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages sowohl für Kinder als auch für Erwachsene dar, schließlich müssen die Energiespeicher unseres Körpers aufgefüllt werden. Gerade Schulkinder sollten dies beherzigen, denn lange Unterrichtsphasen verlangen nicht nur Konzentration sondern auch aktive Mitarbeit in Form von Mitdenken, Sprechen, Schreiben und Rechnen. Unser Gehirn verbraucht dabei verglichen mit anderen Körperorganen mit Abstand am meisten Energie. Aber natürlich ist beispielsweise auch der Sport- und Schwimmunterricht anstrengend und macht hungrig und durstig. Damit die Reserven dafür stets gut gefüllt sind, ist es wichtig, in den Schulpausen vernünftig zuzugreifen. Und noch ein weiterer Aspekt spricht für den Pausensnack: Frühmorgens verspüren viele Kinder nur wenig Hunger und frühstücken daher zu Hause nur wenig oder manchmal sogar gar nichts. Umso wichtiger ist es dann, in der ersten Pause ausreichend zu essen.

Ausgewogenheit sollte im Mittelpunkt stehen

Zu einem vollwertigen Frühstück für Schulkinder gehören Getreide- und Milchprodukte, frisches Obst bzw. Gemüse sowie ein Getränk. Milchprodukte zählen aufgrund ihres Calciumgehaltes zu den besonders wertvollen Ernährungskomponenten und sind für Kinder/Jugendliche im Wachstum unverzichtbar. Damit auch ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden, bieten sich vor allem Obst und Gemüse an, was möglichst knackig frisch sein sollte.

Energielieferant Nummer eins sind Kohlenhydrate, auch sie gehören zu einem gesunden, ausgewogenem Schulfrühstück zwingend dazu. Sie stellen nicht nur Energie in Form von Zuckern bereit sondern sättigen darüber hinaus. Kohlenhydrate stecken in Getreideerzeugnissen wie Brot und Cerealien und übrigens in größerer Menge auch in besonders süßen Obstsorten wie Bananen. Des Weiteren befinden sich in Getreideprodukten wertvolle Ballaststoffe, die für ein Sättigungsgefühl sorgen und die Verdauung ankurbeln. Viel Energie enthalten zudem Nüsse, die auch wertvolles Eiweiß und gesunde Fette liefern. Aber Vorsicht: Nüsse gelten als hoch allergen, vorher sollte also ein Verträglichkeitscheck gemacht werden.

Viele Kinder trinken übrigens deutlich zu wenig, teilweise, weil sie es schlicht vergessen, aber auch, weil manchen das Durstempfinden fehlt. Doch Lernen und Bewegung machen durstig. Es ist darauf zu achten, dass die Kinder genügend Flüssigkeit zu sich nehmen – Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, die zentralen Komponenten für den Lernerfolg, können sonst darunter leiden. Wirkt das Kind matt und müde, kann also durchaus auch ein Flüssigkeitsmangel dahinterstecken. Daher sollten Sie Ihrem Kind unbedingt eine Trinkflasche mit in die Schule geben, falls es sich kein Getränk in der Schule kauft.

Sinnvolle Pausensnack-Möglichkeiten

Die meisten Kinder lieben Milchprodukte und glücklicherweise gibt es hier auch zahlreiche Varianten für einen leckeren Pausensnack. Natur- oder Fruchtjogurt ist nicht nur gesund, sondern kann in einer separaten Brotzeitdose auch relativ gut transportiert werden. Ebenso beliebt sind Kakao oder Trinkmilch, was entweder im Tetrapack mitgegeben werden kann oder direkt an der Schule verkauft wird. Allerdings sollte man beachten, dass der Zuckergehalt hier bisweilen recht hoch sein kann. Neben Jogurt zählt auch Käse zu den Milchprodukten und stellt einen hervorragenden Brotbelag dar. Sorten wie Emmentaler oder Gouda mögen die meisten Kinder. Denkbar wäre auch ein Quarkaufstrich belegt mit frischen Kräutern, zum Beispiel Schnittlauch.

Unverzichtbar in jeder Snackdose ist das Pausenbrot. Hier kann man ruhig abwechseln und wahlweise mal zum Vollkornbrot, Knäckebrot, Schwarzbrot oder zu Toast greifen. Wichtig ist, dass bei den Kindern keine Langeweile aufkommt und sie sich am Brot „abessen“. Als Aufstriche sind wie schon erwähnt Milchprodukte, etwa Kräuterquark oder Frischkäse geeignet, ebenso haben Butter und magere Wurstsorten wie Bierschinken ihre Berechtigung. Auch hier gilt: Je mehr Abwechslung, umso besser. Snacks zum Knabbern wie Sesamstangen oder Zwieback können die Auswahl noch bereichern.

Obst und Gemüse sollten feste Bestandteile des täglichen Pausensnacks sein. In den heute verwendeten Brotzeitdosen aus Kunststoff sind sie gut transportierbar und bleiben frisch. Als leckere Beikost bieten sich beispielsweise Gurkenscheiben, Karottenstückchen oder auch ein paar Cocktailtomaten an. Groß ist die Bandbreite auch beim Obst: Ob nun Apfel- oder Birnenschnitze, Orangen- bzw. Mandarinenstücke, Kiwis oder Bananen, alles ist im Supermarkt um die Ecke verfügbar. Ein Tipp: Berücksichtigen Sie, welches Obst gerade Saison hat. Frische Beeren und Weintrauben schmecken in den Sommermonaten besonders gut, da sie keine langen Transportwege hinter sich haben.

Und was ist mit Süßigkeiten? Viele Kinder betteln, dass ihnen Mama bzw. Papa Schokolade, Kekse & Co. in den Schulranzen packen. Ab und zu ist das auch in Ordnung, es sollte allerdings nicht zur Gewohnheit werden. Eine Alternative zu Keksen können hin und wieder Müsliriegel sein, sie schmecken nicht nur süß, sondern enthalten auch viele Ballaststoffe.

Welche Getränke eignen sich für Kinder?

MilchSchulkinder sollten laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) je nach Alter im Durchschnitt etwa 1 bis 1,5 Liter trinken, natürlich kann die empfohlene Trinkmenge an heißen Tagen oder bei viel Bewegung entsprechend variieren.

Als Durstlöscher eignen sich vor allem ungesüßte Getränke, auch wenn die Limonade im Pausenverkauf noch so verführerisch wirkt. Natürlich ist nichts dagegen zu sagen, wenn sich das Kind ab und zu einmal einen süßen Milchshake oder eine Limo genehmigt, doch sind beides wahre Zuckerbomben und sollten daher eher die Ausnahme bleiben. Zudem stillen sie den Durst nicht wirklich und sind aufgrund des Kaloriengehalts eher im Bereich der Nahrungsmittel statt bei den Getränken anzusiedeln.

Viel besser sind Mineralwässer, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen mit einem Verdünnungsverhältnis von mindestens 50:50, besser noch wäre: zwei Drittel Wasser und ein Drittel Saft. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Durst wird gestillt, man nimmt wenig oder gar keinen Zucker zu sich und bei Mineralwässern kommt noch die Aufnahme wichtiger Nährstoffe und Mineralien wie Magnesium hinzu. Übrigens kann in Deutschland auch Leitungswasser bedenkenlos getrunken werden. Zudem kann als Ergänzung der Flüssigkeitsbedarf auch durch wasserreiches Obst (z.B. Melonen) gedeckt werden, eine Möglichkeit, die sicher vielen Kindern schmeckt.


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