Lernen im Jahr 2025 – Was erwarten Experten?

veröffentlicht am 6. November 2016 in Magazin von

Obwohl Zukunftsprognosen jedweder Art stets und unbedingt mit Vorsicht zu genießen sind, lassen sich in punkto Lerntrends im Jahre 2025 bereits jetzt einige maßgebliche Veränderungen zum heutigen Lernen mit Überzeugung postulieren. Zwar kann die anstehende Umgestaltung von Lernprozessen noch nicht im Detail diskutiert werden, aber die groben strukturellen Erneuerungen scheinen bereits heute ersichtlich zu sein.

Eine neue Generation wächst heran

Während die heutige Generation 20+ sich gerade erst an multimediales Lernen und digitale Vernetzung gewöhnt, wachsen die nachfolgenden Generationen von vorneherein mit den verschiedensten Medien auf. Die digitale Welt wird direkt im Anschluss an ihre Geburt in ihren Alltag integriert und stellt dementsprechend keinen Fremdkörper mehr dar, wie es bei der heutigen Genration 20+ noch häufig der Fall ist.

Mit diesem selbstverständlichen Umgang mit den digitalen Medien wird auch ein neuer Anspruch an Lernprozesse und Lernstrukturen entstehen: Wenn Informationen zu jeder Zeit und an jedem Ort zur Verfügung stehen, warum sollte das Lernen von überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit nicht genauso möglich sein?

Der Trend wird dementsprechend vermutlich weg von Präsenzveranstaltungen und hin zum Online-Distanz-Lernen oder „Aktiv-Lernen“ gehen. Im Unterschied zu heutigen Fernunterrichtseinheiten wird dabei aber die soziale Vernetzung mit Mitlernen und Lehrenden viel stärker gegeben sein. . Im Unterschied zu heutigen Fernunterrichtseinheiten wird dabei aber die soziale Vernetzung mit Mitlernen und Lehrenden viel stärker gegeben sein. So bringt beispielsweise ein Fernstudium im Jahr 2025 durchaus soziale Kontakte zu Kommilitonen und Dozenten mit sich, auch wenn diese hauptsächlich digitaler Natur sein werden. Bereits 2012 gab es ein Experiment mit dem Namen „Flipped Classroom“, welches den passiven Frontalunterricht durch aktive Lerngestaltung ersetzt. Professoren der Pädagogischen Hochschule Heidelberg äußerten sich wie folgt zu diesem Versuch: „Über 90 Prozent der Studierenden würden dieses Veranstaltungskonzept weiterhin wählen, wenn man sie vor die Wahl stellen würde.”

Bücher verschwinden aus den Klassenräumen

Bereits heute lässt sich ein Trend auf dem Buchmarkt feststellen: E-Books sind immer stärker im Kommen. Bis zum Jahr 2025 wird sich dieser Trend verstärkt ausgebaut und auf die Lehrräume ausgeweitet haben. Schulbücher beispielsweise werden zwar noch existieren, aber weniger stark verbreitet sein. Stattdessen werden E-Books und E-Learning-Methoden sowie das Internet als Informationsquelle im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Ressourcenschonende und kostengünstige Informationsbeschaffung zu jeder Zeit und an jedem Ort steht auch in den Räumen der Kleinsten an erster Stelle. Der Schulunterricht wird, im Gegensatz zu heute, schon von Beginn an multimedial und vor allen Dingen digital strukturiert sein.


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